Verfasst von: larimar0809 | November 1, 2008

¡Saludos!

¡Hola!

Fuer all diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich lebe jetzt fuer 10 Monate in einem winzigen und bisher fast nur als Touristenziel bekanntes Land, in der Dominikanischen Republik. Zugegeben, wirklich gross ist  es nicht, aber es hat einiges mehr zu bieten als der deutsche Durchschnittsurlauber erwarten wuerde. Dies liegt vermutlich daran, dass ich im Gegensatz zu den vielen 1000 Touristen nicht in einem Hotel am Strand lebe, sondern bei einer Gastfamilie in der Hauptstadt Santo Domingo. Ich gehe zur Schule, habe meine Freunde und ein mehr oder weniger typisch dominikanisches Leben.

So und nun allen, die wissen wollen was ich hier so erlebe, viel Spass beim Lesen! Die aktuellsten Berichte stehen oben, wenn ihr chronologisch vorgehen wollt, fangt unten an!

Besos, Jasmin

Verfasst von: larimar0809 | August 8, 2009

Deutschland de nuevo

Es ist kaum zu glauben wie die Zeit rast, aber mittlerweile bin ich bereits seit 6 Wochen zurück in Deutschland. Die letzten  Wochen waren -ähnlich wie das vergangene Jahr- mit Höhen und Tiefen geschmückt, musste ich mich doch erst einmal wieder hier eingewöhnen. Und um ehrlich zu sein, vollständig fühle ich mich noch immer nicht angekommen.

Der Abschied am Flughafen in Santo Domingo war schmerzlich, aber da ja genug Zeit gewesen war, sich darauf vorzubereiten, verlief das ganze Recht erträglich ab. Meine Familie war fast komplett anwesend und viele der AFSer die entweder dort blieben (weil einheimisch), oder erst einige Tage später flogen, kamen auch um uns zu verabschieden.

Der Flug verlief ohne besondere Ereignisse. Schneller als mir lieb war standen wir Austauschschüler am Gepäckband in Frankfurt um uns gegenseitig zu verabschieden. Schon komisch, jetzt auch den letzten  „Adios“ sagen zu müssen, denjenigen mit denen ich vergangenen August sogar gemeinsam angekommen war, in dem damals noch fremden Land.

Dann jedoch war er gekommen, der große Moment, den ich eigentlich gerne noch ein wenig herausgezögert hätte: Wir traten aus der Tür und fielen unseren Familien und Freunden in die Arme. Das war der Augenblick, bei dem schließlich doch die wenigsten Augen trocken blieben. 10 Monate sind doch irgendwie eine lange Zeit.

Noch am Ankunftstag ging ich gemeinsam mit der Familie, inklusive argentinischer Austauschschülerin, auf das Sommerfest meines AFS-Komittes. Die führte dazu, dass ich gleich wieder mit vielen Austauschschülern in Kontakt zu kam. Anders als in der Dominikanischen Republik, kannte ich jedoch zu diesem Zeitpunkt noch keinen Einzigen.

Die nächsten Tage verbrachte ich mit vielem, vielem erzählen. Meine Gedanken schwirrten jedoch immernoch weeeeeeit entfernt in der Karibik herum und meinen Freunden dort.  Es ist gar nicht so einfach sich in Deutschland wohl zu fühlen und all das Vermisste zu genießen, wenn man weiß dass es jetzt noch einen zweiten Ort gibt auf der Welt, den man Zuhause nennt und den man schrecklich vermisst.

Ich bin sicher, dass die kommenden Wochen und Monate eine weitere Herausforderung sein werden und somit die „Erfahrung Austauschjahr“ noch lange nicht beendet ist. Vielmehr ist es nun meine Aufgabe, wieder einen Platz für mich in diesem Land zu finden, mein Leben so weit zu verändern, dass es zu dem passt was ich nun davon und auch mir selbst erwarte, und versuchen sowohl das Erlebte nicht zu vergessen, als auch nicht die Augen davor zu verschließen, was mein Alltag hier in Deutschland mit sich bringt und bedeutet.

Das vergangene Jahr wird mir immer in Erinnerung bleiben, und ich hoffe sehr irgendwann zurückzukehren, in das Land was ich nun mein zweites Zuhause nenne.

Verfasst von: larimar0809 | Juni 26, 2009

El ultimo día

Ya, casi me voy!!

Ich kanns kaum fassen, morgen um diese Uhrzeit sitze ich bereits im Flugzeug in Richtung deutsche Heimat! Die letzten Wochen gingen so unglaublich schnell vorbei und die vergangenen Tage erst recht. Ich wollte noch so viel in diese kurze Zeit hineinquetschen, dass ich kaum eine freie Minute hatte.

Tja, und jetzt ist er da, der letzte Tag. Gestern abend war schon Abschiedsabendessen mit der Familie, heute habe ich nochmal einige meiner Klassenkameraden verabschiedet und auf die Schnelle eins der Sehenswuerdigkeiten zusammen mit Rebecca und ihrer Familie besichtigt, Los tres Ojos. Heute abend gehe ich (natuerlich) aus, die letzte Fiesta dominicana. Und fertig gepackt werden muss auch noch…

Ich kann es mir wirklich noch ueberhaupt nicht vorstellen wieder Zuhause bei euch zu sein und mein zweites Zuhause hier zu verlassen. Ich glaube es wird sehr eigenartig werden wieder in Deutschland zu sein, und nach allem was AFS so sagt wird sich mein Leben dort auch nochmal ordentlich veraendern. Also ich bin gespannt wie´s weiter geht und sende euch die allerliebsten Gruesse, zum letzten Mal hier aus der Dominikanischen Republik.

¡Nos vemos!

Verfasst von: larimar0809 | Juni 6, 2009

Auf die Bretter, fertig, los!

Es ist unglaublich wie schnell sich die Zeit nun dem Ende zuneigt. Heute bleiben mir noch genau 3 Wochen!! Da ich ja bereits seit einem Weilchen Ferien habe, kann ich die Zeit so nutzen wie ich will und versuchen die Liste der Dinge die ich noch unbedingt machen moechte bevor ich nach Deutschland gehe etwas abarbeiten.

Einer der groessten Punkte heisst „surfen“ und obwohl man meinen sollte dass das hier ganz einfach ginge, hatte ich erst am vergangenen Wochenende die Gelegenheit das endlich einmal auszuprobieren!

Mit Metro-Tours fuhr ich am Freitag in aller Fruehe nach Sosua. Geschlafen hatte ich in der Nacht kaum, da es mein letzter Abend mit Gudrun und Audur – meinen beiden Lieblings-Islaenderinnen – war, die sich bereits etwas frueher zurueck in ihr Heimatland begaben.

Von Sosua aus ging es weiter in den Surferort Cabarete, dem landesweit besten Ort zum Auf-die-Bretter-steigen und auch, noch etwas ausgefallener, Windsurfen.

Ausser mir wohnten noch 5 andere AFSler in einem schoenen aber untypischen Hotel mit grossem Pool und leckerem Essen.

Drei waren schon am Tag zuvor angekommen um dafuer am Sonntag  (Muttertag) bei ihren Familien zu sein und hatten bereits zwei Surfstunden hinter sich gebracht. Sie schwaermten uns anderen drei begeistert vor und so waren wir sehr aufgeregt als auch wir es endlich ausprobieren konnten.

Am wenige Fahrminuten entfernten Strand sah es aus wie im Film: aufgereihte, bunte Surfboards und Surfer mit dem typisch langen Haar.

Um ehrlich zu sein, eine sonderlich begabte Surferin scheine ich nicht zu sein.  :D  Nach nur 2 Stunden fuehlte ich mich komplett geraedert, ohne auch nur einmal wirklich auf dem Brett gestanden zu haben.

Ausgehungert gings zurueck zum Hotel und nachts stürzte sich unsere internationale Truppe (Deutschland, Schweiz, Belgien, Thailand) noch ins cabaretische Nachtleben. Direkt am Strand gab es einige Bars und Discos und die Stimmung war einfach nur wunderbar.

Am naechsten Morgen, alle todmuede, gings zur naechsten Surfstunde. Erstaunlicherweise klappte es gleich wesentlich besser und ich war vollends begeistert als ich endlich auf dem Brett stand. Hatte ich es also doch noch geschafft!

Der Sonntag kam viel zu schnell und damit war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Mit Motoconcho und Metro-Tours ging es zurueck in die Hauptstadt und ich fuehlte mich sehr gut. Nicht nur das Surfen selbst war toll, auch die Tatsache so ganz allein quer durchs Land gereist zu sein fuehlte sich unglaublich gut an.

In 22 Tagen ist mein Austauschsjahr zuende und ich werde so vieles hier schrecklich vermissen. Aber trotz all dem freue ich mich riesig darauf euch endlich alle wiederzusehen! Bald, bald, bald…

Verfasst von: larimar0809 | Mai 9, 2009

Ein Wochenende in Juan Dolio

Das vergangene Wochenende verbrachte ich mit einigen aus meiner Schule in einer Villa in dem Oertchen „Metro“ in Juan Dolio. Juan Dolio ist ein ca. eine Stunde entfernter Strand, an dem sich die Hauptstaedter meist aufhalten, weil er so praktisch zu erreichen ist.

Die Gruppe bestand hauptsaechlich aus Jungs und einigen Maedels, was aber kein Problem war. Nachdem ich am Freitagabend bei Paloma, einer Freundin auch aus meiner Schule, uebernachtet hatte, fuhren wir am Samstag schon sehr frueh zusammen mit 3 der Jungs los in Richtung Metro. Die Fahrt war sehr lustig, da wir uns mit unserem Gepaeck und einigen Lebensmitteln in einer oeffentlichen Guagua (also ein Minibus) aufhielten.

Die Villa gehoerte dem Vater Ainhoas, einem Maedchen einer Klasse unter mir. Es war beeindruckend wie gross der Pool war, er erinnerte mehr an ein Schwimmbad und auch sonst war das Haus echt toll.

Nachmittags gingen wir an den Strand, wo die Jungs natuerlich die Moeglichkeit nutzen mussten sich nach „Gringas“ umzusehen. Zu schade dass sie diesbezueglich keinen grossen Erfolg hatten. :D Wir schwammen im badewannenwarmen Wasser, bruzzelten in der Sonne und ich genoss mit vollem Herzen das Leben in der Karibik. :)

Spaeter, nach einem spaeten Mittagessen chillten wir alle am Pool und am abend gings dann nochmal zum Strand. Dort wurde ein ziemlcih grosser Sandhuegel als Rutschbahn verwendet und um den ganzen Sand wieder abzuwaschen wieder rein ins, mittlerweile leider nicht mehr ganz so warme, Wasser.

Am spaeteren Abend, man sollte es vielleicht besser Nacht nennen, gingen einige zu einem Restaurant nahe der Villa, in dem eine Band typisch dominikanische Musik spielte. Ich war jedoch zu muede und versprach am naechsten Tag mitzukommen, und unterhielt mich stattdessen noch eine ganze Weile mit ein paar anderen, die auch nicht mitgegangen waren.

Am naechsten Morgen erwachte ich vor allen anderen und genoss eine Weile die Stille draussen am Pool. Nach einem etwas gewohnungsbeduerfitigen Fruehstueck (verbrannte Hamburger) verlief der Tag aehnlich wie der letzte. Pool, sonnen, reden, chillen. Diesmal jedoch ohne Strand.

Am Abend gingen wir alle zusammen tanzen und ich musste selbstverstaendlich meine Bachata und Merenguekentnisse zu Beweis stellen. Richtig Salsa tanzen kann ich ja leider immernoch nicht… Es war ein lustiger Abend, vor allem als zwei der Jungs dann noch die Band gesanglich begleiteten.

Am Montagmorgen (zur Erklaerung: wir hatten frei, da der Feiertag von Freitag hier auf Montag verschoben wurde, um besser Party machen zu koennen :D ) machten wir uns erst einmal an den Hausputz. Nachdem das Chaos halbwegs beseitigt war, erfrischten wir uns noch ein letztes Mal im Pool. Trotzdem war es schon spaeter Nachmittag als wir endlich aufbrochen und unser Wochenenddomizil hinter uns liessen.

Mit einer selbst von der Strasse angehaltenen Guagua ging es sehr gequetscht, aber auch sehr billig zurueck in die Hauptstadt.

Ich fand das Wochenende klasse, besonders weil ich endlich mal nur mit Dominikanern unterwegs war, weder AFSer noch meine Familie. Und mit denen die bei diesem Wochenende dabei waren, habe ich jetzt auch nochmal ein engeres Verhaeltnis als vorher. Echt schade dass nur noch 7 Wochen uebrig sind…

Verfasst von: larimar0809 | April 21, 2009

Semana Santa – Osterferien mal anders

Eier bemalen, im Garten nach welchen suchen gehen, Schokolade in Mengen verspeisen – auf all das musste ich dieses Jahr verzichten. Ostern so wie in Deutschland wird in der Dominikanischen Republik naemlich nicht gefeiert. Dafuer gibt es eine Woche Ferien die sich „Semana Santa“ nennt und die Dominikaner (sofern sie es sich leisten koennen) dafuer nutzen, Urlaub zu machen.

Gleich zum Einstieg der Ferien kam Maria zu mir nach Santo Domingo, um mich endlich mal zu besuchen. :) Am Samstag wuerden wir naemlich zusammen mit einigen AFSlern zur Isla Saona, im Sued-Osten des Landes, aufbrechen. Nach einer typisch turbulenten AFSler-Busfahrt stiegen wir um auf einen Katamaran (ich hoffe das ist jetzt richtig geschrieben) und fuhren knapp 2 Stunden uebers tuerkismblaue Meer. Besonders toll war, dass es Netze gab auf denen man direkt ueber dem Wasser sass. Musik gab es auch, was einige dazu nutzten ihre Salsa und Merenguekentnisse unter Beweis zu stellen.

Auf der Insel angekommen wurden wir erst einmal von einem Regenschauer begruesst. Dieser hielt jedoch zum Glueck nicht lange an, sodass wir bald dazu kamen auf der wunderschoenen Insel richtig im Karibikfeeling zu schwelgen. Palmen, Strand und Meer, einfach nur perfekt!

Der Tag verging wie im Fluge und am spaeten Nachmittag machten wir uns auf den Heimweg. Maria wuerde noch bis Montag bei mir bleiben und die Zeit bis dahin nutzten wir mit stundenlangem reden und einer ausgiebigen Shoppingtour.

Am Montagabend dann fuhren wir gemeinsam nach Santiago, wo wir auch gleich super herzlich von den Francos, mit denen wir die kommende Woche verbringen wuerden, begruesst wurden. Bei ihnen handelt es sich um Freunde von Marias Gastfamilie.

Dienstag blieben wir noch Santiago, wo ich u.a. damit beschaeftigt war das tolle und sehr spezielle Haus zu bewundern und nach so langem mal wieder mit meinen Eltern und meinem Schwesterchen in Deutschland telefonierte.  Am Mittwoch fuhren wir dann los nach Luperón, was in der Naehe von Puerto Plata liegt. Die Francos haben dort ein Haus auf den Felsen, mit wunderschoener Aussicht aufs Meer, Swimmingpool und Haengematten. :)

Die Tage in Luperón vergingen wie im Fluge. Wir gingen an den Strand, chillten am Pool, kochten Paella ganz traditonal, ich schnorchelte das 1.Mal in meinem Leben. Alles zu beschreiben wuerde wohl den rahmen dieses Eintrags sprengen, deshalb die Kurzfassung: wir verbrachten eine super Zeit!

Den letzten Abend nutzten Maria und ich dafuer, ein kleines Fotoshooting zu veranstalten, sodass ihr hoffentlich auch irgendwann Fotos zu Gesicht bekommt.

Ich hatte richtig tolle Ferien und bin super froh, dass es am Ende doch noch geklappt hat mit in Richtung Norden zu fahren. Und die Ostereier hab ich so nichtmal vermisst. ;)

Verfasst von: larimar0809 | März 17, 2009

Las Ballenas

Nachdem ich viele Monate mehr oder weniger gelangweilt zuhause sass, folgt nun ein Ausflug auf den anderen. Vergangenen Samstag war ich wieder einmal mit AFSlern unterwegs, diesmal um die Buckelwale bei der Halbinsel Samaná zu beobachten. Knapp drei Monate im Jahr halten sie sich hier auf  um im warmen ihren Nachwuchs auf die Welt zu bringen, der das kalte nordische Wasser nicht ueberleben wuerde. Jaehrlich reisen tausende Touristen an um die bis zu 13 m langen Tiere zu beobachten.

Wir fuhren in einer Gruppe von gut 20 Leuten in einer Guagua schon frueh morgens in Santo Domingo los. Nach knapp drei Stunden Fahrt kamen wir auf der Halbinsel an und legten sogleich mit einem Boot ab. Mit Schwimmwesten ausgestattet wurden wir jedoch bald von einer Welle geduscht, auf die im Wenigen-Sekundentakt weitere folgten. Das Wasser war schnell ueberall und wir versuchten unter Regencampes Schutz zu suchen.

Eine gute halbe Stunden spaeter hatten wir dann die Stelle erreicht wo die Wale zu finden sein sollten und warteten. Und wir hatten Glueck, sie zeigten sich! Insgesamt sahen wir wohl etwa 5, besonders toll war dass der eine seine riesige Schwanzflosse zeigte. Leider sah man nicht wirklich viel und es war ziemlich schnell vorbei. Aber immerhin sahen wir sie ueberhaupt!

Wir fuhren weiter auf eine kleine Insel auf der ein sehr schickes Hotel steht und die zur Walbeobachtungszeit von Touristen nur so ueberschwemmt wird. Fuer uns, die als Austauschschueler ja normalerweise eher unter den Einheimischen leben, war dies wirklich eigenartig. Mich sprach sogar eine Frau auf deutsch an ob wir uns nicht von einer anderen Touri-Hochburg kennen wuerden. Ähm nein… da war ich noch nie! :D

Wir hatten noch ein paar Stunden Zeit in der wir uns an den wunderschoenen Strand legten und in der Sonne vor uns her bruzzelten, ins Wasser gingen was eine angenehme Tepmeratur hatte, zu Mittag assen, Fotos machten und Muscheln suchen gingen. So schoene habe ich noch nie gefunden, hoffentlich ueberleben sie unbeschadet den Rueckflug nach Deutschland.

*cheese*

Der Nachmittag verging viel zu schnell und gegen 4 Uhr machten wir uns (wieder im Boot) auf den Rueckweg zum Festland.

Nach diesem wunderschoenen Tag sehne ich mich einmal mehr oefter zum Strand gehen zu koennen. Der ist hier naemlich wirklich nicht weit entfernt und dafuer sehe ich dieses Paradies wirklich zu selten. Aber man kann ja hoffen dass ich ihn in den naechsten drei Monaten noch einige Male zu sehen bekomme!

Verfasst von: larimar0809 | März 8, 2009

Los 27 Charcos de Damajagua

Nach der Tour zum Pico Duarte haette ich ja eigentlich nicht gedacht, dass ich mir so etwas so schnell nicht mehr antue. Aber als ich mich dazu entschloss an der Excursion Norte a los 27 Charcos de Namajuagua teilzunehmen konnte ich ja auch noch nicht ahnen, dass dieser Ausflug aehnliche Herausforderungen stellen wuerde. ;)

Gestern also, traf ich mich in aller Fruehe mit gut 20 weiteren AFSlern. Zusammen fuhren wir in einem Guagua in Richtung unseres Zieles: die (zumindestens landesweit beruehmt und beruechtigten) 27 Wasserfaelle!

Dort angekommen wurde die Kleidung (Bikini bzw Badehose, Turnschuhe + Shorts) gecheckt und das Outfit mit Schwimmweste und schickem Helm komplettiert. Dann gings auch schon ueber eine wacklige Bruecke zum Fluss und ab ins kalte Wasser, wenn auch erst einmal nur kniehoch.

Der Weg fuehrte daraufhin eine gute Stunde aufwaerts durch den Schlamm, von Gewaechsen umgeben die einem das Gefuehl gaben, sich geradewegs im Urwald zu befinden. Als wir dann schliesslich den 1. Wasserfall erblickten, war die Begeisterung gross! Nach kurzem zoegern schmissen wir uns in die Fluten und bewunderten halb schockiert wie uns der richtige Sprung vorgefuehrt wurde. Es folgten weitere 26 Faelle, wobei einige erschreckend hoch (bis zu 13 m) und andere widerum kaum als Wasserfall zu bezeichnen waren.

Um auf dem Weg weiter zu gelangen blieb einem nichts anderes uebrig als entweder hinunter zu springen oder das ein oder andere Mal eine Strohmschnelle in der Form einer Art natuerlicher Wasserrutsche zu benutzen. Nass waren wir auf jeden Fall alle bis auf die Knochen und da das Wasser leider keine Badewannentemperatur hatte,  fingen wir auch recht schnell an zu bibbern. Zum Glueck gab es kleine Wasserstroehme die die Felsen hinunter flossen, dank denen wir uns wie unter einer warmen Dusche etwas aufwaermen konnten. Trotzdem waren am Ende der Tour die Lippen blau gefroren (was ich bis dahin wohl noch nie in live gesehen habe).

Die Aussicht war einfach nur beeindruckend. Felsen in verschiedenen Farben, einige davon aehnelten sogar Tropfsteinhoehlen und obwohl es jedes Mal etwas Ueberwindung kostete von den Felsvorspruengen in die Fluten zu springen, war es doch ein gutes Gefuehl vom Wasser aus hinauf zu sehen und sich zu sagen auch diese Huerde geschafft zu haben.

Am Ende der Tour wollten wir alle nur noch in trockene Klamotten schluepfen und etwas warmes zu essen, aber ich denke es waren alle begeistert. Fotos hab ich leider keine gemacht, da ich aus Angst die Kamera nicht mitgenommen habe. Ich werde mir aber so schnell es geht von den anderen welche besorgen und bis dahin sucht einfach mal in google, da gibts auch einiges zu sehen.

So viel zu diesem Abenteuer. :)

Verfasst von: larimar0809 | Februar 15, 2009

Promoción

Im 4. curso de Bachillerato (also dem letzten Schuljahr an einer dominikanischen Schule) ist es hier ueblich, dass die Schueler eine Promoción veranstalten. Die an meiner Schule wurde bereits seit November immer wieder verschoben und vergangenen Sonntag kam dann endlich die Mitteilung: Jap, diesen Mittwoch ist es so weit!

Nach turbulenten – und nach deutschen Massstaeben viel zu kurzfristigen Vorbereitungen – war es dann schliesslich so weit. In unseren neuen Outfits (pinke Poloshirts fuer die Maedels, grau-orangene fuer die Jungs), Baseballkappen und Sweatshirtjacken, alles mit unserem Logo und dem Namen „Sionex“ versehen, warteten wir auf dei Buuhne gerufen zu werden. Nach kurzem vorstellen der Schueler, einer Tanzeinlage einiger Maedels meiner Klasse, Raeggeton live, Luftballons vom Dach und zwei sehr unterhaltenden Ansagern war die eigentliche Promoción auch schon wieder vorbei.

Nach dem obligatorischem Fotoshooting und einer Aufraeumaktion an der sich irgendwie nicht allzu viele beteiligten, fuhren wir alle zu Burger King. Nach dem Essen, das sich als sehr amuesant gestaltete, da ein ehemaliger Klassenkamerad den ich jedoch bisher nicht kennengelernt hatte, mich hervorragend unterhielt.

Als sich alle mit Fast Food den Magen voll gestopft hatten brauchten wir weitere knappe zwei Stunden um zu entscheiden wo es als naechstes hin gehen sollte. An den Strand, nach Hause… Letzten endes einigten wir uns auf ein Mittelding: das Haus eines Klassenkameraden mit Pool. Die Zeit dort verging wie im Fluge. Ich brachte zweien der Jungs einige Sprachfetzen deutsch bei, dann wollten sie unbedingt Wiener Walzer lernen, nachdem sie gehoert hatten dass man so was in Deutschland lernt. Also, es war ein wirklich cooler Tag und mir ging es richtig gut!

Verfasst von: larimar0809 | Februar 10, 2009

Mid-Stay!

Unglaublich aber wahr, vergangenes Wochenende war schon das AFS Mid-Stay-Camp!

Leider kuerzer als erhofft (nur fuer eine Nacht), trafen sich also am Samstag morgen die Austauschschueler des ganzen Landes im AFS-Office. Nach einem grossen Hallo, vielen Umarmungen, Freudensschreie – besonders von Seiten der Islaender und Italiener :D - und Kuesschen, gings ab in die Guaguas wo wir nach 2 Stunden Autofahrt im Campeo Aventura, Bayaguana ankamen. Leider mussten wir feststellen dass etwa die Haelfte aller keine Bettwaesche dabei hatten, da so viele „Ropa de Cama“ fuer einen Schlafanzug gehalten hatten. Nunja, so was passiert einem aber auch nur einmal. ;)

Es regnete viel, aber das stoerte eigentlich kaum. Es gab viel typisches AFS-Programm bei dem es im grossen und ganzen darum ging, wie wir mit verschiedenen Situationen im Alltag klarkommen, wie das ab Februar mit dem (alleine) reisen laeuft usw. Ausserdem gab es ein Spiel mit Ureinwohnern und Piraten, das leider nicht so ganz aufging, wir dafuer jedoch tolle Gesichtsbemalungen und Verkleidungen entworfen und ein neues Wort lernten das ziemlich sicher in keinem Woerterbuch zu finden ist: „cacocacomaco“! :D

Am Abend wurde dann die Musik aufgedreht und das Camp in eine Disco verwandelt. Salsa, Merengue, Bachata und natuerlich Raggaeton. Dank den Volunteren hatten wir auch professionelle Unterstuetzung und lernten noch das ein oder andere dazu. Auf jeden Fall war es eine ganze Menge Spass, besonders wenn man bedenkt dass wir schon mit Einbruch der Dunkelheit (gegen sieben) mit dem Tanzen starteten, dann einmal von Programm unterbrochen wurden und dann noch bis nach Mitternacht weitermachten. Und wem tanzte dem wurde auch nicht kalt. :) Nachts, in den Betten froren wir dann jedoch ziemlich und der ein oder andere erwachte am naechsten Morgen mit einer dicken Erkaeltung. Es gab jedoch auch einige die den Sonntag dazu nutzten in einem der sonnigen Momenten noch einmal kurz in den Pool zu huepfen. Nach einem Mittagessen das so lecker war wie ueberhaupt das ganze comida dieses Wochenende, fuhren wir auch schon wieder in Richtung Hauptstadt.

Das Camp war vielleicht nicht ganz so spektakulaer wie das Erste, aber auf jeden Fall gut! Ich bin froh mal wieder alle gesehen zu haben. Auch wenn es auffiel, dass einige bereits freuhzeitig nachhause sind, die Gruppe scheint von mal zu mal kleiner zu werden. Und es waren ein paar „neue“ Voluntere dabei, die auch echt cool drauf waren. Natalie (die hoechte Person von AFS Dominikanische Republik, die auch mit war) kuendigte am Ende auch noch zwei weitere Trips an, an denen man freiwillg teilnehmen kann. Eine weitere Chance mal etwas raus zu kommen! :) Jippieee!

Verfasst von: larimar0809 | Januar 28, 2009

Santiago de los Caballeros

Mein letztes Wochenende ist auf jeden Fall einen neuen Bericht wert. :) Ich war mit meiner Familie in Santiago (dem 1.Santiago amerikas wie mir mein Papá stolz berichtete), anlaesslich Yunis Graduación.

Ich muss jedoch sagen, dass die Uebergabe bei weitem nicht das Einzige war was wir erlebten. Ich sah das super moderne Centro León, ein Museum in u.a. die dominikanische Geschichte super spannend praesentiert wird, fuhr nach Montecrísti und vorbei an Reis und Tabakfeldern. Ich trank aus einer Kokusnuss, ass saemtliche tropischen Fruechte und besuchte das Dorf „Villa Vasquez“ in dem mein Papá unter sehr aermlichen Verhaeltnissen aufwuchs. Dort zeigte mir mein Bruder das Blechdach und die Waende aus stabilen Material und erzehlte, dass das frueher alles Naturmaterialien gewesen seien. Hiner dem Haus war eine Ziege am Baum angebunten und auf einem Lagerfeuer wurde Reis mit Bohnen (was sonst?) gekocht. Franks Bruder, der dort mit seiner Familie noch immer lebt, betreibt einen Mercado direkt neben dem Haus. Wir wurden zum essen eingeladen und ich ass die beste hausgemachte Dulce de Leche in meinem Leben! Etwas spaeter besuchten wir auch noch weitere Familie, die in einem Haus auf der anderen Strassenseite hatte, sogar mit richtigem Bad anstatt Plumsklo! Der Garten bestand aus Platanopalmen und anderen Pflanzen, von denen wir auch gleich reichlich mit Yuka, Chinola und weiterem selbst angebauten Essen versorgt wurden. Zur Kroenung es Besuchs fuhr ich das erste mal in meinem Leben auf dem so typisch dominikanischen Motorconcho, auf dem man die Einheimischen immer durch die Strassen duesen sieht. Dort, in Villa Vasquez, fuehlte ich mich unglaublich wohl und hatte das Gefuehl endlich angekommen zu sein, endlich raus aus der Stadt und das Leben zu erleben, das fuer so viele Dominikaner der Alltag ist. Ohne fliessendes Wasser und dem Hahn im matschigen „Garten“ watend.

Als krasses Gegenteil besuchten wir am Montag noch Freunde meines Gastvater, die eine ziemlich grosse Fabrik besitzen. Obwohl ich vorgewarnt worden war, war ich ueberwaeltigt von der Groesse des Hauses das vor Wohlhabenheit nur so strotzte. Ich fuehlte mich stark an eines der Hollywoodstar-Villen erinnert. Riesiger Pool, 2 Bruecken in Garten, Billard auf der Terasse und alles weitlaeufig und wunderschoen eingerichtet. Deutlicher haette man den Unterschied zwischen Arm und Reich in dieser kurzen Zeit wohl nicht vor Augen gefuehrt haben koennen.

Ich bin sehr froh diese Reise gemacht zu haben und denke, an diesem verlaengerten Wochenende mehr erlebt zu haben als in den vergangenen Monaten. Und ich freue mich sehr, dass sich meine Gastfamilie seit langem mal wieder wirklich inz Zeug gelegt hat und mir so ein paar unvergessliche Tage geschenkt hat.

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